MobileCamp Dresden – die 5. Ausgabe im Überblick

Ende Mai 2013 fand an der TU Dresden zum fünften Mal das MobileCamp statt. Es gab eine hervorragende Auswahl an Vorträgen und Workshops:

  • technische Talks (u.a. Multiplattform, Arduino, SignalR, CocoaPods),
  • rechtliche Themen (u.a. Datenschutz bei mobile Analytics, In-App Käufe),
  • benutzerfreundliche Gestaltung (u.a. Gamification, Apps für Kinder, Sidebar Navigation),
  • Marketing Diskussionen (u.a. Einsatz von NFC, Push Notifications) und erstmals auch
  • Diskussionsrunden für Gründer.

Wer sehen möchte was er verpasst hat, schaut am besten mal direkt in die Sessions-Tabelle.

Die wichtigsten Trends im Mobile Web

Das Camp war ideal geeignet, um aktuelle mobile Entwicklungen zu diskutieren. Dafür hab ich einen Innovations-Workshop vorbereitet, der zusammen mit den Teilnehmern die wichtigsten Trends identifizieren sollte.

Wie zu erwarten kamen eine Menge Themen zusammen. Diese stehen als Freemind Mindmap zur weiteren Verwendung und Auswertung zur Verfügung (cc-by „MobileCamp Dresden“). In der Kürze der Zeit war eine detaillierte Gewichtung nach verschiedenen Kriterien und weitere Vertiefung nicht möglich. Dennoch konnten wir uns auf die zwei bedeutendsten Treiber der weiteren mobilen Entwicklung festlegen:

  • Quantified Self, “Cyborg” and Wetware
  • Prediction & Individual Recommendations

Etwas generischer lassen sich die Themen mit “Big Data” und “Sensor Data” beschreiben. Beide stehen in engen Zusammenhang miteinander.

Smartphones als ideale Sensoren – “Sensor Data”

Smartphones sind ideal dafür geeignet, direkt und indirekt Daten aus der näheren Umwelt seines Besitzers und auch seines individuellen Verhaltens zu erheben. Sie werden selten von mehreren Personen abwechselnd genutzt (wie z.B. PCs) und befinden sich in vielen Fällen fast rund um die Uhr in Armreichweite ihrer Besitzer.

Viele neue Anwendungen verwenden iPhone, Android & Co. via App als Bedienelement und als lokalen Hub zum Internet. Ein technischer Treiber dafür ist u.a. Bluetooth 4.0 als Funkprotokoll zu externen Sensoren, die sowohl Daten Ihrer Besitzer (z.B. Fitness, Gesundheit) als auch Umgebungsdaten (z.B. Standort, Bewegung, Klima) erfassen.

Individualisierte Apps auf Basis von Massendaten – “Big Data”

“Big Data” steht als Begriff für Anwendungen, die in einer großen Menge an erfassten Daten Regelmäßigkeiten und Abhängigkeiten erkennen. Das ermöglicht für die jeweiligen Anwendungen Regeln zu erkennen und passende Vorhersagen und Empfehlungen zu treffen. Dazu gehören z.B. Verkehrsprognosen z.B. in Abhängigkeit vom Datum, Wetter und weiteren Kriterien. “Big Data” ist also der zweite Schritt nach der Erfassung von Daten.

Dem Smartphone Besitzer können nun auch jederzeit zur Situation passende Informationen bereitgestellt werden. Beispiele dafür sind

  • sehr viel persönlichere Navigationssysteme, die sowohl zuvor erfasste individuelle Routen als auch anonymisierte Bewegungsdaten (Stau?) anderer Anwender berücksichtigen (z.B. Waze),
  • ortsbezogene Empfehlungssysteme, die sowohl aktuelle Zeit und Umgebung als auch persönliche Vorlieben des Nutzers berücksichtigen (z.B. FourSquare).

Fazit

Smartphones und zusätzliche Sensoren ermöglichen eine individuelle und umfassende automatische Datenerhebung von Daten zum Inhaber und seiner Umgebung. Darauf aufbauend können Anwendungen für Ihre Nutzer viel intelligenter gestaltet werden als bisher möglich. Die interessantesten Innovationen im Mobilen Internet erwarten die Teilnehmer des MobileCamp in den Bereichen “Sensor Data” und “Big Data”.

P.S.: twentyZen war 2013 erstmals Sponsor des MobileCamp Dresden. Wir wollen mit Hilfe von webZunder dem Barcamp helfen, die Kommunikation mit Fans und Partnern weiter zu intensivieren – und das bei geringerem Aufwand. Das MobileCamp wird vom mittlerweile gegründeten MobileCamp e.V. ehrenamtlich organisiert.