… oder: Welches Förderprogramm zu Ihrem Digitalisierungsprojekt passt.

Das etwas chaotisch verlaufende Jahr 2020 hat mit Pandemie, Kontaktbeschränkung und Homeoffice den Finger in die Wunde gelegt: Viele betriebliche Prozesse und operative Abläufe im Mittelstand in Deutschland funktionieren noch sehr traditionell. Die Digitalisierung wurde noch nicht im ausreichenden Maß in Angriff genommen. Zu viele Prozesse setzen persönliche Präsenz voraus und werden zu oft durch Medienbrüche ausgebremst. Das Ministerium spricht dabei von der „Digitalisierungslücke“.

Damit die Wirtschaft in Zukunft weniger stark von Krisen wie diesen beeinträchtigt wird, baut der Staat passende Förderprogramme für die Digitalisierung aus. Dafür wurden Programme geschaffen, die Unterstützung in Sachen notwendiger Kompetenz, Erfahrung und Finanzierung bieten.

go-digital - förderprojekt für die Digitalisierung

„go-digital“

Das Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie existiert bereits seit ein paar Jahren und hat sich in vielen Projekten bewährt. Förderziele des Programms sind:

  1. Digitale Geschäftsprozesse
  2. Digitale Markterschließung
  3. IT-Sicherheit

Diese können im Fördervorhaben miteinander kombiniert werden. Im Rahmen der Corona Krise wurde das Programm neben den klassischen Förderzielen auch auf die Unterstützung bei der Einführung von Homeoffice Arbeitsplätzen erweitert.

„Digital Jetzt“

Das neueste Förderprogramm des gleichen Ministeriums unterstützt nun auch größere Digitalisierungvorhaben. Während go-digital primär auf hausinterne Projekte abzielt, werden mit diesem Programm nun auch firmenübergreifende Digitalisierungsprojekte unterstützt. Förderziele in diesem Programm sind:

  1. Investition in digitale Technologie
  2. Mitarbeiterqualifizierung

Auch in diesem Förderprogramm können Ziele kombiniert werden.

Welches der beiden Programme sollten Sie wählen?

Wer die Wahl hat… sollte sich informieren, oder gern auch mal unverbindlich nachfragen. Eine erste kurze Übersicht stellen wir Ihnen gern in diesem Artikel bereit. Am Ende ist die Empfehlung doch von Details abhängig. Abhängig von Ihrem Standort gibt es weitere Fördermöglichkeiten, z.B.:

  • die mehr auf Beratung ausgelegte „Mittelstandsrichtlinie zur Digitalisierung von Geschäftsprozessen (E-Business)“ in Sachsen, oder 
  • die Weiterbildungsförderung, um die eigenen Mitarbeiter fit zu machen für  das digitale Zeitalter.
 go-digitalDigital Jetzt!
ZielgruppeKMUKMU
Förderhöhe50%

Bis zu 16.500€ Fördersumme (bei bis zu 30 Beratungstagen á 1.100€ max. Tagessatz)
zwischen 30% und 70%
(je nach Unternehmensgröße, Region, Zeitpunkt und Inhalt des Projektes)

Bis zu 50.000€ Fördersumme in Einzelunternehmen
Bis zu 100.000€ Fördersumme bei pro Antragsteller in Netzwerken
AntragstellungWird durch das von Ihnen ausgewählte autorisierte Beratungsunternehmen - z.B. twentyZen - übernommen.Wird durch Sie durchgeführt. Spezialisierte Beratungsunternehmen unterstützen bei der Antragstellen - wir empfehlen Ihnen gern unsere Partner.
Dauer bis BescheidAnträge jederzeit, Bearbeitungsdauer aktuell ca. 12 Wochen, sonst ca. 8 Wochen. Projekte zum Thema "Homeoffice" werden beschleunigt bearbeitet.Neue Anträge erst wieder ab dem 2.11. Dauer der Bearbeitung noch unbekannt.
ProjektlaufzeitMaximal 6 MonateMaximal 12 Monate

Dokumente zu „go-digital“

Dokumente zu „Digital Jetzt“

Fazit

Beide Programme bieten umfangreiche Unterstützung für Ihr Projekt. Eine erste grobe Empfehlung könnte folgendermaßen ausfallen:

  • Möchten Sie ein Digitalisierungsprojekt „inhouse“ durchführen und der Umfang von ca. 20-30 Beratungs- und Umsetzungstagen reicht dafür aus? Dann wäre unsere Empfehlung wahrscheinlich „go-digital“. Die Antragsstellung ist weniger aufwändig und wird vom Beratungsunternehmen übernommen.
  • Planen Sie ein Projekt mit einem Ihrer Geschäftspartner in Kombination – oder reicht das geförderte Projektvolumen nicht aus? Dann sollten Sie wahrscheinlich eher „Jetzt Digital!“ in Betracht ziehen. Die Antragstellung ist etwas umfangreicher als bei „go-digital“.

Alternativ kommen weitere Förderprogramme in Betracht. Scheuen Sie sich nicht, Kontakt mit uns aufzunehmen – unsere Erstberatung ist für Sie immer kostenlos und unverbindlich.